Donnerstag, 11. Juni 2009

Was essen wir täglich wirklich???

Wissen wir wirklich, was in unserer Nahrung enthalten ist? Welche Zusatzstoffe vom Gesetzgeber zugelassen werden? Und weiß wirklich jeder Vegetarier, dass er, wenn er z.B. Gummibärchen nascht, in Wirklichkeit tierische Stoffe zu sich nimmt? Viele Süßigkeiten und Speisen enthalten Gelatine und dieses Verdickungsmittel besteht überwiegend aus tierischem Eiweiß. Dieses Eiweiß wird gewonnen aus zu ca.

70% Schweineschwarten (5kg Schweineschwarten = 1 kg Gelatine)
18% Tierknochen
10% Häuten

2% aus anderen Natürlich gibt es viele Menschen, die aus ethischen oder auch gesundheitlichen Gründen auf Gelatine verzichten. Die Alternative zu Gelatine: Speisen, die Stärke, Alginate oder Pektine enthalten.

In letzter Zeit gab es einige Berichte über Fertigessen – für mich schmecken sie eh alle künstlich. Ich habe eine Zeit lang auch diese Gerichte gegessen und wenn ich zu der Zeit gewusst hätte, was ich so alles zu mir genommen habe. U.a. enthalten diese Gerichte, wie auch Limonaden, Toilettenreiniger und Waschmittel Zitronensäure. Was ist an Zitronensäure falsch? Nichts! Solange sie aus Zitronensaft gewonnen wird, ist dies auch in Ordnung. Aber für die industrielle Herstellung kommt in der Tat ein Schimmelpilz zum Einsatz. Er produziert auch diese Fruchtsäure und nur diese wird zugesetzt – nicht der Schimmelpilz.

Der Käse ist auch nicht mehr der Käse aus Milch, sondern aus Ersatzstoffen. Fertigpizza mit Käseersatz, Käsebrötchen ohne Käse, aber mit Analogkäse?
Das Beste ist noch immer: selber kochen. Frische Lebensmittel – frisches Obst und Gemüse. 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag wird empfohlen. Was aber, wenn es nicht umgesetzt werden kann? Die Zeit zum kochen fehlt? Im Sommer gibt es frisches Gemüse – was aber im Winter? Und ist Bioobst immer Bioobst und Biogemüse immer Biogemüse??

Ich bin in einer eher ländlichen Gegend aufgewachsen. Meine Eltern kamen ursprünglich aus der Landwirtschaft und so hatten wir einen großen Garten und auch Tierhaltung. Es gab frisches Obst und Gemüse aus dem Garten und für den Winter wurde eingemacht. Es gab immer eigene Kartoffeln und auch Äpfel und Birnen – es wurde eingelagert. Und so wuchsen wir Kinder mit frischem Obst und Gemüse auf. Sehr gesund sind wir aufgewachsen, wären da nicht die Felder der Bauern um uns herum gewesen. Es wurde der Acker umgepflügt, gedüngt, es wurde die Saat ausgelegt, es wurde geerntet, es wurde wieder umgepflügt, gedüngt – dieser Kreislauf 3x pro Jahr. Was uns egal, wir hatten ja unser eigenes Obst und Gemüse – dieses überdüngte „Zeug“ brauchten wir nicht zu kaufen.

Der Garten wurde bewässert mit Grundwasser und auch die Planschbecken von uns Kindern. Ab und zu hatten wir mal „Beulen“ auf der Haut, aber damals wurde es nicht ernst genommen. Dann kam der Tag des Erwachens als war Kinder erwachsen waren. Mein Bruder baute einen Swimmingpool im Garten, gefüllt wurde er mit dem Brunnenwasser. Das das Wasser gepflegt werden muss, wurde eine Wasserprobe untersucht. Das Ergebnis war erschreckend! Das Brunnenwasser darf weder getrunken werden, noch sollte damit das Gemüse gegossen werden oder Sträucher und Bäume bewässert werden. Das Wasser hatte einen überhöhten Nitrit- und Nitratgehalt durch Überdüngung des Bodens. Unser Vater hat kaum überdüngt, es passierte durch die Überdüngung der umliegenden Felder. Und wo bauen Biobauern an?

Wie können wir uns richtig gesund ernähren? Zusätzlich Vitaminpillen einnehmen? Aber sind Vitaminpillen gesund? Vitaminpillen aus der Retorte? Auch ich habe bis vor einem Jahr Vitaminpillen genommen. Mulitvitamin, Calcium usw. Gab es auch in jedem Supermarkt günstig zu kaufen, warum sollten sie schaden? Es gibt zwei Studien die belegen, dass Vitaminpräparate mög-licherweise die Sterblichkeit erhöhen.

Für Männer heißt dies: die regelmäßige Einnahme von Multivitaminen verdoppelt demnach das Risiko an einem Prostatakarzinom zu erkranken. Auch sollen Nahrungsergänzungsmittel schädlich sein. Ich denke, Nahrungsergänzungsmittel, gewonnen aus richtigen Obst und Gemüse, sind sicher ein guter Zusatz zu der normalen Ernährung.

An dieser Stelle ein Beitrag von Prof. Dr. Jörg Spitz
Facharzt für Nuklearmedizin / Ernährungsmediziner (BFD)
Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention (www.mip-spitz.de) Buchautor -






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