Montag, 13. September 2010

Es ist Pflaumenzeit - Zeit für den Schlankmacher

Jetzt ist es raus! Die Deutschen sind nach den Briten die dicksten Europäer. Statt gesunder nährstoffhaltiger Kost ernährt sich die Jugend vorwiegend von Hamburger, Döner, Pizza und Co., während die ältere Generation Schitzel, Schweinebraten und Co. bevorzugt. Viel Fleisch, viele Kohlenhydrate und wenig Gemüse! Und vor allem zu wenig Obst, mal abgesehen von der Deko auf dem Cocktailglas. Und da wäre noch der Sport, selbstverständlich vor dem Fernseher! Selber Sport treiben? Nein! Man sollte es nicht übertreiben, zu viel Bewegung mag der innere Schweinehund überhaupt nicht und den will der Mensch natürlich nicht verärgern, also wird der innere Schweinehund erhört und Sport findet auf dem Sofa statt. Und wenn der Hosenbund zwickt, dann schnell mal eine Diät mit Verzicht, Frust und Heißhunger und der Jojo-Effekt ist vorprogrammiert.


Dabei ist es doch so einfach. Jetzt ist Pflaumenzeit und Pflaumen sind der ideale Schlankmacher - sogar der Pflaumenkuchen. Bevor es zum Pflaumenkuchen-Rezept geht, erstmal etwas über die Pflaume an sich.

Woraus bestehen Pflaumen?

Pflaumen bestehen zu 85 % aus Wasser und wenn man bedenkt, dass 100 g Pflaumen 50 kcal und reichlich Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, haben. Und was ganz wichtig ist, einen hohen Ballaststoffgehalt, der auch satt macht. Gut zu wissen wäre, welche Vitamine enthält nun die Frucht? Da wäre also: Provitamin A und fast alle B-Vitamine sowie Zink, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Kupfer und Vitamin C. Dazu kommt, das die Schale der Pflaume Anthocyane enthält und diese schützen vor Krebs und Herzinfarkten und vor Infektionen, Entzündungen, Thrombosen und wirken bei Verstopfungen hervorragend.

Und wem verdanken wir diese Wunderpflaume? Natürlich "Obelix" besten "Freunden", den Römern! Die Römer brachten die Pflaume aus dem Kaukasus und Kleinasien mit. Im Laufe der Jahrhunderte fand die Pflaume den Weg über die Alpen in den Norden und so kamen wir Nordeuropäer in den Genuss dieser Frucht.

Verdauungsprobleme?
Aus meiner Kindheit kenne ich, klemmt es mal im Darmtrack, dann helfen Pflaumen auf jeden Fall. Im Sommer erntereife Pflaumen vom Baum regulieren einen verzagten Darm (zusätzlich Wassertrinken reinigt auf doppeltem Wege). Im Winter sind es die getrockneten Pflaumen, die Abführmittel überflüssig machen. Hier werden Trockenpflaumen über Nacht in Wasser eingeweicht und vor dem Frühstück gegessen. Den Darm erfreut es und er reagiert sehr schnell. Natürlich geht auch Pflaumensaft, aber da dauert es halt länger bis die Wirkung einsetzt. Wichtig ist aber auch, jeden Tag 2 bis 3 ltr. Wasser zu trinken. Sollten gravierende Verstopfungen das Problem sein, so sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Der Pflaumenkuchen:
Ich liebe Pflaumenkuchen und nun ein ganz einfaches Rezept. Ich bevorzuge eine große Plastikschlüssel mit Deckel - alternativ Handrührgerät:
1 Päckchen frische Hefe in eine Tasse mit einem Teel. Zucker geben
1/4 ltr. Milch leicht erwärmen, und 5 Teel. auf die frische Hefe geben und an einem warmen Ort gehen lassen.
500 g Mehl in eine Schüssel schieben und in der Mitte eine Mulde schaffen, auf den oberen Rand etwas Salz nach Gefühl verteilen, ebenso 1 Päckchen Vanillezucker, 70 g Zucker und 100 g weiche Margarine.

Die Hefe in der Tasse ist nun aufgegangen, in die Mehlmulde kippen, restliche warme Milch zugeben. Deckel auf die Schüssel geben und Deckel kurz aufziehen und Luft rauslassen. Und dann ein paar Minuten Schüssel schütteln!!! Wer lieber mit dem Handrührgerät arbeitet: Knethaken rotieren lassen und per Hand kneten. Anschließend den Teig an einem warmen Ort gehen lassen.

In der Zwischenzeit ca 2,5 kg Pflaumen putzen (frisch vom Baum), gekaufte Pflaumen waschen und entsteinen und das Backblech einfetten.
Wenn der Teig aufgegangen ist, per Hand nochmal durchkneten und auf das gefettete Backblech geben. Teig mit einer Gabel etwas einstechen. Nun die vorbereiteten Pflaumen auf den Teig verteilen und ab in den Backofen.
Backzeit ca 25 Minuten je nach Backofen

Ohne Sahne und Zimt und Zucker sehr gesund - und wer gerne sündigen möchte, mit Sahne!

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